lexikon-kirche.de

 A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M  N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   XYZ 

Zur Startseite

Eden

Edikt

EG

Ehe

Ehe Familien Lebensberatung

Eheberatung

Ehebruch

Ehescheidung

Ehrenamt

Einäscherung

Eine-Welt-Laden

Einführung

Einsegnung

Einsetzungsworte

Einzug

Eiserne Hochzeit

Eiserne Konfirmation

EKD

Ekklesia

Elftes Gebot

Elia

Elisabeth

Elohim

Emmaus

Emmausjünger

Empore

Engel

Enzyklika

epd

Epheserbrief

Ephesus

Epiphanias

Epistel

Epistellesung

Erbsünde

 

mehr E

Kontakt

© Rechtliches

Zurück: zu D  Weiter: Erdbestattung - Ezechiel

 

Buchstabe E Eden bis Erbsünde

Die Auflösungen stehen zwischen den Anfürungszeichen!

 

 

" Eden "

Ein anderes Wort hierfür ist Paradies. Es ist der fruchtbare, friedliche Ort, an dem laut dem Buch Genesis (1. Buch Mose) die ersten beiden Menschen glücklich lebten, bis Gott sie vertrieb. Dieser Ort wird gern als Garten beschrieben.

Synopse      Eden
Heiliges Land    Mekka

Das Wort Paradies kommt aus der griechischen Sprache. Eden ist hebräisch und bedeutet: Wonne bzw. Vergnügen.

Siehe auch: Garten Eden

 

 

" Edikt "

Es ist ein staatlicher Erlass, ein Gesetz, das religiöse Angelegenheiten regelt. Bekannt ist ein solcher Erlass von Nantes, der 1598 den Hugenotten (Calvinisten) in Frankreich teilweise Religionsfreiheit zusicherte. Auch während der Reformation wurde ein solches Gesetz verkündet, das nach nach der Stadt Worms benannt wurde. Es sprach die Reichsacht über Luther aus und verbot die Verbreitung reformatorischer Schriften.

Oratorium    Schisma
Edikt             Legende

Karl V. erlies das Wormser Edikt im Jahr 1521.

 

 

" EG "

Diese beiden Buchstaben bezeichnen als Abkürzung das aktuelle Evangelische Gesangbuch. 1996 löste es das bis dahin gültige EKG (Evangelisches Kirchengesangbuch) ab.

A.D.     D.W.
EG       Ev.

1915 erschien das erste überregionale Kirchengesangbuch Deutschlands, das „Deutsche Evangelische Gesangbuch“ (DEG); ihm folgte aufgrund der zerrissenen Zeit des Nationalsozialismus erst 1950 das „Evangelische Kirchengesangbuch“, das in mehrfach überarbeiteten Neuausgaben erschien, bevor es vom EG abgelöst wurde.

Siehe auch: Evangelisches Gesangbuch > Gesangbuch

 

 

" Ehe "

Dies ist ein gesetzlich und kirchlich geschütztes Bündnis, welches zwei Menschen miteinander schließen. Nach christlicher Lehre und nach deutschem Gesetz beinhaltet es vor allem dreierlei: Es gilt bis zum Tod eines der beiden Partner. 

Diese Gemeinschaft kann nur mit einem anderen Menschen gleichzeitig geschlossen werden. Sie verpflichtet die beiden Bündnispartner zur Treue, das heißt, sie haben für die Dauer des Bündnisses mit keinem anderen Menschen Geschlechtsverkehr. 

Bund      Ehe
Liebe      Zeremonie

Für die katholische Kirche ist die Ehe ein Sakrament; es ist hier also nur gültig, wenn es durch einen Priester geschlossen wird. Die evangelische Kirche anerkennt, wenn dieser Bund vor dem Standesamt geschlossen ist. Martin Luther sagte, die Ehe sei ein „weltlich Ding“. In der evangelischen Kirche ist die Ehescheidung, sowie die Wiederverheiratung Geschiedener möglich. Nach katholischem Recht ist eine Scheidung und auch eine Wiederverheiratung nicht möglich.

 

 

" Eheberatung "

Da die christlichen Kirchen den Bund der Ehe unter Gottes Segen stellen, sind sie auch verpflichtet und bereit, zum Gelingen der Partnerschaften beizutragen. Bei Konflikten helfen sie, Gesprächsbereitschaft zwischen den Partnern wieder herzustellen und Vergebung zu ermöglichen.

Sind Ehen nicht zu retten, so unterstützen sie, dass die Eheleute möglichst ohne Hass auseinandergehen können und alles zum Wohl der Kinder getan wird. Die Verantwortung der Kirchen für die Ehen wird in diesem Spezialbereich seelsorglicher Beratung deutlich. Falls eine Gemeinde sie nicht anbietet, so erfährt man hier zumindest, an welche Stelle sich die Paare wenden können.

Seelsorge    Eheberatung
Heilsarmee   Telefonseelsorge

 

 

" Ehe-, Familien- und Lebensberatung "

In früheren Jahrhunderten holte man sich beim Pfarrer Rat, wenn man das Leben oder die Partnerschaft nicht mehr ertragen konnte oder sich in anderen persönlichen Schwierigkeiten befand. Hilfesuchenden Menschen bei verschiedenen Lebensfragen und -problemen beizustehen ist weiterhin ein wichtiger Arbeitsbereich der Kirchen. Doch die Geistlichen können den vielfältigen Problemen der Menschen nicht gerecht werden. Daher sind die Kirchen Träger dieser Einrichtungen, in denen Fachleute ratsuchenden Menschen beistehen.

Mission     Notfallseelorge
Caritas      Ehe-, Familien- u. Lebensberatung

Die Beratungsstellen in kirchlicher Trägerschaft stehen jedem offen - unabhängig von Konfession, Weltanschauung und Nationalität.

Siehe Auch: Eheberatung  / Erziehungsberatungsstellen

 

 

" Ehebruch "

Nach deutschem Recht und nach kirchlicher Lehre gehört zur Ehe die Treue. Das Treueversprechen bedeutet, dass Eheleute mit niemand anderem Geschlechtsverkehr haben. Dies ist die Bezeichnung für die Nichteinhaltung dieses Versprechens. Auch in der Bibel - im Alten sowie Neuen Testament - wird diese Untreue ausdrücklich verurteilt.

Zölibat        Sündenfall
Ehebruch     Kreuzweg

Zur Verurteilung des Ehebruchs in der Bibel siehe insbesondere 1.  Kor 6,9.

Siehe auch: Treue / Ehescheidung

 

 

" Ehescheidung "

Nach christlicher Lehre und auch nach deutschem Recht endet eine Ehe erst mit dem Tod eines der beiden Partner. Nach katholischem Standpunkt kann nur der Papst in Ausnahmefällen eine Eheauflösung aussprechen. Die evangelische Kirche akzeptiert dagegen, wenn ein Gericht eine Ehe für beendet erklärt. Dies ist der offizielle Begriff für die formelle, juristische Beendigung einer Ehe.

Auszug       Exodus
Kastration    Ehescheidung

Die Ehescheidung nennt man zumeist kurz Scheidung. Siehe auch: Ehe

 

 

" Ehrenamt "

Typisch für Kirchen und Vereine ist, dass Menschen sich engagieren, ohne dafür bezahlt zu werden. Soziale Dienste und politische Parteien wären ohne diese Mitarbeitenden undenkbar. Dies ist die Bezeichnung für die freiwillige, unbezahlte Tätigkeit. Es ist das Gegenteil von Erwerbstätigkeit; es ist also kein Beruf und kein Job.

Kirchenmusiker   Gemeindereferent
Kämmerer           Ehrenamt

 

 

" Einäscherung "

Dies ist eine Form der Bestattung eines verstorbenen Menschen. Dabei wird der Leichnam in einem Krematorium verbrannt. Die Asche wird später beigesetzt. Andere Bezeichnungen sind Feuerbestattung sowie Kremation.

Einäscherung    Beerdigung
Sarkophag        Wiedergeburt

Die Verbrennung Verstorbener war in vielen Kulturen üblich, weil man fürchtete, sie könnten ansonsten zurückkommen, um die Lebenden ins Reich der Toten zu ziehen. Da dies ein nichtchristlicher Aberglaube ist, war die Einäscherung im Christentum lange Zeit verboten. Die Ablehnung der Kremation rührt auch daher, dass wir an die Auferstehung der Toten am Jüngsten Tag glauben und die Ansicht herrschte, dazu müsse der Körper heil bleiben. Angehörigen der orthodoxen Kirchen des Ostens und Muslimen ist die Einäscherung weiterhin untersagt.

Siehe auch: Krematorium  / Feuerbestattung  / Urnenbeisetzung

 

 

" Eine-Welt-Laden "

Diese zumeist sehr kleinen Geschäfte werden üblicherweise von Initiativgruppen ehrenamtlich betrieben. Hier werden ausschließlich Produkte aus den ärmsten Ländern der Welt verkauft. Die Erzeuger erhalten einen fairen Preis für ihre Waren. Daher sind sie meist teurer als die in den üblichen Geschäften. Früher sagte man Dritte-Welt-Laden dazu. Diese neuere Bezeichnung soll dagegen zeigen, dass man die Welt nicht in eine erste und dritte Welt einteilen kann, sondern es eine Welt ist, für die man mit diesen Läden Verantwortung übernimmt.

Frauenhilfe            Eine-Welt-Laden
Handarbeitskreis   Jugendarbeit

Für Eine-Welt-Läden ist auch der kürzere Begriff Welt-Läden gebräuchlich. / Siehe auch: Dritte Welt / Dritte-Welt-Laden

 

 

" Einführung "

So nennt man die Handlung, bei der kirchlichen Mitarbeitern zu Beginn ihrer Tätigkeit feierlich Rechte und Pflichten übertragen werden. Dies geschieht öffentlich und üblicherweise im Rahmen eines Gottesdienstes. Sie werden dabei für ihren Dienst gesegnet und die Gemeinde hat Gelegenheit, für sie zu beten. Dies gilt gleichermaßen für hauptamtlich wie ehrenamtlich Mitwirkende. Insbesondere Mitarbeitende, deren Amt mit großer Verantwortung verbunden ist, beginnen mit einer solchen Feier ihre Tätigkeit.

Einführung         Weihe
Gläubigentaufe    Erstkommunion

 

 

" Einsegnung "

Eigentlich ist dies der Teil der Konfirmationsfeier, bei dem die Jugendlichen gesegnet werden. Da diese Segnung der Höhepunkt der Feier ist, wird auch der gesamte Konfirmationsgottesdienst so bezeichnet.

Handauflegung    Interkommunion
Jugendweihe       Einsegnung

 

 

" Einsetzungsworte "

Weder bei der evangelischen noch bei der katholischen Abendmahlsfeier dürfen diese Sätze fehlen. Die Geistlichen sprechen sie vor der Austeilung, wobei sie Brot und Wein in die Hand nehmen. Mit diesen Sätzen wird deutlich, dass das Sakrament der Eucharistie durch Jesus selbst eingeführt wurde. Sie beinhalten, was er bei seinem letzten gemeinsamen Mahl den Jüngern sagte. Diese Formulierung beginnt seit jeher folgendermaßen: „Unser Herr Jesus Christus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot...“

Magnifikat                Trauspruch
Einsetzungsworte     Zehn Gebote

Andere, seltenere Bezeichnungen für die Einsetzungsworte Jesu zum Abendmahl sind Gabeworte bzw. Deuteworte. Wir finden die Einsetzungsworte zum Eucharistie in den Evangelien bei Matthäus 26,26, Markus 14,22, Lukas 22,19.

Siehe auch: Abendmahl  / Eucharistie

 

 

" Einzug "

Damit ist die kleine Prozession gemeint, mit der Mitwirkende zu Beginn eines Gottesdienstes feierlich in den Kirchsaal einmarschieren. Dies ist schon Teil des Gottesdienstes. Dazu kann die Orgel spielen oder ein erstes Lied gesungen werden.

Landnahme    Einzug
Prozession    Sakrament

Es wird dabei nicht so eingezogen, wie es sich gerade ergibt. Der Einzug hat eine feste, traditionelle Ordnung: Vorweg gehen Kinder; es folgen weitere Mitwirkende; und den Abschluss bilden die Geistlichen in der Reihenfolge ihres Ranges. Der höchste Würdenträger (z. B. der Bischof) bildet den Abschluss.

Mehr zum Einzug in die Kirche, zur Tradition und zur Gestaltung finden Sie in unserem Portal "Der Gottesdienst". Der Einzug des Brautpaares bzw. der Braut mit Brautführer in die Hochzeitskirche hat besondere Tradition und Charakter.

 

 

" Eiserne Hochzeit "

Dieses Ereignis können Ehepaare feiern, die seit 65 Jahren verheiratet sind. Es ist also das 65-jährige Ehejubiläum.

Goldene Hochzeit   Einsegnung
Gnadenhochzeit     Eiserne Hochzeit

 

 

" Eiserne Konfirmation "

So nennt man die Feier des 65-jährigen Konfirmationsjubiläums.

Goldene Konfirmation    Vokation
Eiserne Konfirmation     Eucharistie

 

 

" EKD "

Die evangelischen Landeskirchen in Deutschland sind selbständig. Doch sie haben sich schon 1945 zu einem Bündnis zusammengeschlossen. Dadurch kann ein einheitliches Bild der evangelischen Kirche in Deutschland entstehen und die Kirchen haben eine gemeinsame Vertretung bei der Bundesregierung.

Diesem Zusammenschluss gehören heute 23 unierte, reformierte und lutherische Kirchen an. Diese drei Buchstaben stehen als Kurzform für dieses Kirchenbündnis.

EKD    DRK
epd     C+M+B

Ausgeschrieben bedeuten diese Buchstaben: Evangelische Kirche in Deutschland.

 

 

" Ekklesia "

Das Neue Testament benutzt dieses griechische Wort für Kirche bzw. Gemeinde. Es ist die Gemeinschaft der Gläubigen.

Ekklesia   Konkordanz
Litanei      Sakristei

Ekklesia wird wirklich mit doppeltem „k“ geschrieben, das ist kein Druckfehler. Wörtlich übersetzt heißt Ekklesia: „Die Herausgerufenen“. Damit ist ausgedrückt: Die Christen sind aus ihren alten Gemeinschaften herausgerufen in die Gemeinschaft der Heiligen, also der Getauften.

Siehe auch: Kirche

 

 

" Elftes Gebot "

So nennt man das Gebot, welches die Zehn Gebote zusammenfasst. Es wird auch das Doppelgebot der Liebe genannt. Es lautet: „Du sollst Gott und deinen Mitmenschen lieben wie dich selbst.“ 

Schöpfungsbericht     Testament
Elftes Gebot             Kirchenordnung

Als Einleitung zur Geschichte vom Barmherzigen Samariter lässt Jesus einen Schriftgelehrten die zehn Gebote zusammenfassen. Diese biblische Geschichte steht im Evangelium des Lukas im 10. Kapitel, Vers 27. Da finden wir in der Lutherübersetzung diesen Wortlaut für das Doppelgebot der Nächstenliebe und Gottesliebe: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst." Matthäus 22,37-40 und Markus 12,29-31

Siehe auch: Doppelgebot der Liebe

 

 

" Elia "

Eine Reihe von Propheten haben ein eigenes Buch im Alten Testament, wie z.B. Jeremia, Jesaja oder Amos. Dieser Prophet nicht. Dennoch ist er bedeutend und bekannt. Er kämpfte mit seinem Schüler Elisa für den wahren Gottesdienst und gegen den Götzen Baal. Man sagte, er komme zurück, um den Menschen in ihren Nöten beizustehen, und meinte, Jesus habe am Kreuz nach ihm gerufen. Daher wird er als „Nothelfer“ verehrt.

Abel     Elia
Petrus   Quirinius

Doch Jesus rief am Kreuz nicht nach Elia. Er schrie: „Eli, Eli, lamah asabhtani?“ Das heißt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ So nachzulesen bei Matthäus 27,47. Bekannt wurde Elia auch durch seinen gewonnenen Wettbewerb mit den Propheten Baals. Er ließ es drei Jahre lang nicht regnen (1 Könige 18). Man sagte, er komme wieder, weil er nach den biblischen Berichten nicht gestorben ist, sondern in einem „feurigen Wagen mit feurigen Pferden“ in den Himmel getragen wurde (2 Könige 2,11). Seine Geschichte wird im 1. und 2. Buch der Könige erzählt.

 

 

" Elisabeth "

Sie ist eine der bedeutenden Frauen der Bibel. Bekannt ist sie als Verwandte und Freundin Marias, der Mutter Jesu. Ihr vertraute Maria das Geheimnis an, dass sie schwanger sei. Sie ist die Mutter von Johannes dem Täufer und die Ehefrau des Priesters Zacharias.

Sarah       Elisabet
Rebekka    Jungfrau

 

 

" Elohim "

Im Alten Testament kommen zwei Begriffe für Gott immer wieder vor. Der eine ist Jahwe (gesprochen: Jachwe), das ist der Eigennahme Gottes. Dies ist der zweite Begriff für Gott. Es ist kein Eigennahme, sondern heißt übersetzt Gott.

Elohim    Abba
Jehova    Orakel

Die Bezeichnung Elohim für Gott kommt über 2500 mal in der Hebräischen Bibel (Altes Testament) vor.

Siehe auch: Jahwe

 

 

" Emmaus "

Nach dem Lukasevangelium lag dieser Ort in der Nähe von Jerusalem, etwa zwei Wegstunden entfernt. Man rätselt heute, welche Ortschaft es gewesen sein könnte; es gibt keinen Ort mehr mit diesem Namen. Nach dem Tod Jesu wurde er bekannt, weil zwei Jünger sich in der Ostergeschichte auf den Weg dorthin machten. Unterwegs gesellte sich der gekreuzigte Jesus zu ihnen, um mit ihnen zu Abend zu essen.

Horeb    Malta
Ölberg   Emmaus

Die Emmausgeschichte finden wir im Evangelium des Lukas im 24 Kapitel ab Vers 13; einen kurzen Hinweis auf das Ereignis gibt  Markus in seinem Evangelium (Mk 16,12).

 

 

" Emmausjünger "

Damit meint man zwei Jünger Jesu, über die Lukas im 24. Kapitel schreibt. In der Ostergeschichte waren sie unterwegs, als ihnen der auferstandene Jesus erschien, um mit ihnen zu Abend zu essen. Benannt sind diese beiden Jünger nach dem Ziel ihres Weges.

Emmausjünger    Gomorra
Sternsinger         Leviten

Das Ziel des Weges, den die beiden Jünger traurig gingen war die Stadt Emmaus. Das Lukasevangelium hat für einen dieser beiden Jünger einen Namen: Kleopas (Lukas 24,18). / Siehe auch: Emmaus

 

 

" Empore "

Dieses Wort kommt vom mittelalterlichen Ausdruck „bor“ für „oben“ („borm“ sagt man noch im Plattdeutschen) oder „in bor“ für „in der Höhe“. Heutzutage ist dies das Obergeschoss in der Kirche, das zum Kirchsaal hin offen ist, sodass man hinunterschauen kann. Ein weltliches Wort für diesen kirchlichen Ausdruck ist Galerie. Hier ist in vielen Kirchen die Orgel platziert und hier sitzt oftmals der Chor.

Choral     Sakristei
Empore    Ambo

 

 

" Engel "

Nach alter kirchlicher Lehre bilden diese Wesen mit den Dämonen ein Zwischenreich zwischen Gott und Mensch. Die Bibel berichtet, dass sie den Menschen in unterschiedlicher Weise erschienen. Drei von ihnen kündigten Abraham und seiner Frau Sarah an, dass ihr Kinderwunsch trotz ihres hohen Alter in Erfüllung gehen sollte.

Ein solches Wesen brachte der Maria die Botschaft, dass sie schwanger sei. Ein anderes weckte Joseph nachts und befahl ihm, mit Maria und dem kleinen Jesus nach Ägypten zu fliehen. Zumeist erschraken die Menschen bei dem Zusammentreffen mit diesen Gestalten. Es stellte sich erst im Nachhinein heraus, dass es sich um Boten Gottes handelte. Ihr Name bedeutet „Bote“.

Sternsinger   Geister
Dämonen      Engel

Auch vor der Grabesgrotte des auferstandenen Jesus stand ein Engel. Ein kluger Mann (Paulus Gordan) hat es einmal so ausgedrückt: „Was über diese Gestalten gesagt wird, will nichts anderes verkünden als die beglückende Botschaft, dass Gott sich auf tausenderlei Weise mit uns Menschen beschäftigt.“

Siehe auch: Erzengel

 

 

" Enzyklika "

Es sind bedeutende Briefe, die der Papst in lateinischer Sprache an die gesamte Kirche schreibt. Eine solche päpstliche Stellungnahme zu einer bedeutenden aktuellen Glaubensfrage erscheint selten. Daher genießt sie große Aufmerksamkeit in den Medien und der Öffentlichkeit. Sie ist jeweils umstritten, gilt aber unanfechtbar für die gesamte katholische Kirche. 1968 gab es ein solches Rundschreiben namens „Humanae vitae“. Es war eine Stellungnahme zur Sexualität.

Enzyklika    Epistel
Edikt           Konzil

Der Name Enzyklika kommt vom griechischen Wort für Kreis (kýklos). Es ist also ein Brief, der im Kreis geht, ein Rundschreiben. Papst Paul VI. versandt als solches Rundschreiben die Enzyklika „Humanae vitae“. Jede Enzyklika beginnt und endet mit segnenden Grußworten. Die Anfangsworte einer Enzyklika bilden ihren Namen. Wir wissen, dass Paulus Briefe an Gemeinden schrieb, in denen er zu wichtigen Glaubensfragen Stellung nahm. Die Enzykliken stehen in dieser Tradition.

 

 

" epd "

In der kirchlichen Presse erscheinen diese drei klein geschriebenen Buchstaben sehr häufig. In der Tagespresse findet man stattdessen häufiger dpa (für Deutsche Presseagentur) oder ap (für associated press). Das sind große Presseagenturen.

Doch handelt es sich um soziale und kirchliche Themen, so steht oft auch dieses Kürzel über oder unter einem Artikel. Es zeigt an, dass die Nachricht vom Evangelischen Pressedienst verbreitet wurde.

Kita    ev.
TOT    epd

1949 wurde der Evangelische Pressedienst schon gegründet, in Bethel bei Bielefeld. Er ist die älteste deutsche Presseagentur. Heute ist die Zentralredaktion in Frankfurt am Main.

Siehe auch: Evangelischer Pressedienst

 

 

" Epheserbrief "

Im Neuen Testament finden wir zahlreiche Briefe. Etliche davon hat der Apostel Paulus geschrieben. Dieser Brief ging wohl als Rundschreiben an mehrere Gemeinden. Speziell adressiert ist er aber an eine Stadt, in der Paulus selbst als Missionar tätig war: Ephesus.

Epheserbrief      Johannesbrief
Korintherbrief     Klagelieder

Ephesus war damals eine griechische Stadt, heute gehört sie zur Türkei. Sie liegt dort an der Westküste.

 

 

" Ephesus "

Es war eine Weltstadt im römischen Reich. Heute ist sie Ruinenstadt und eine Pilgerstätte der orthodoxen Kirche. Hier liegt das Grab des Apostel Johannes. Der Apostel Paulus lebte hier mehr als drei Jahre. An die Christen dieser Stadt schrieb er den Brief, der als Epheserbrief im Neuen Testament steht.

Philippi     Galiläa
Ephesus    Kleinasien

Im Jahr 431 fand in Ephesus eines der bedeutenden Konzilien statt. Lange gehörte die Stadt zu Griechenland; seit 1923 ist sie türkisch, die Ruinen liegen an der türkischen Westküste.

Siehe auch: Epheserbrief

 

 

" Epiphanias "

Es ist eines der ältesten christlichen Feste überhaupt. Doch den bedeutenden Rang, den es besonders im Mittelalter hatte, hat es verloren. In einigen Bundesländern, in denen hauptsächlich katholische Christen wohnen, ist dies noch ein gesetzlicher Feiertag. In Bayern ist also schulfrei und arbeitsfrei, nicht aber in Nordrhein Westfalen oder Niedersachsen. Wir feiern an diesem Tag, dass Gott den Menschen in der Gestalt von Jesus Christus erschienen ist.

Das klingt sehr nach Weihnachten. In der Tat war dies in den ersten Jahrhunderten das Geburtsfest Jesu, bevor das Weihnachtsfest auf den 25. Dezember gelegt wurde. Allgemein bekannt ist dieser unbewegliche Feiertag, der jeweils am 6. Januar gefeiert wird, als Fest der Heiligen drei Könige. Doch kirchlich korrekt ist dieser Name, der aus dem griechischen kommt und Erscheinungsfest bedeutet.

Tag des Herrn    Epiphanias
Trinitatis            Weihnachten

Es ist der Tag der Sternsinger. Sie ziehen als Heilige Drei Könige verkleidet von Tür zu Tür, singen Lieder und sammeln für wohltätige Zwecke.

Siehe auch: Dreikönigsfest

 

 

" Epistel "

Dieses Wort bedeutet zu deutsch Brief. Es ist der theologische Fachausdruck für die 21 Briefe, die gemeinsam mit den Evangelien, der Apostelgeschichte und der Offenbarung das Neue Testament bilden. 13 dieser Sendschreiben an verschiedene Gemeinden und Personen haben den Apostel Paulus als Absender.

Epistel    Gotteslob
Fabel      Katechismus

In den christlichen Gottesdiensten ist eine Epistellesung als Schriftlesung im Verkündigungsteil üblich - ebenso wie die Lesung eines Evangeliums.

 

 

" Epistellesung "

Finden in einem Gottesdienst mehrere biblische Lesungen statt, so bildet das Evangelium den Abschluss und Höhepunkt der Lesungen. Dies ist die Bezeichnung für die Lesung, die dem Evangelium vorausgeht. Sie enthält einen Abschnitt aus den Briefen des Neuen Testaments.

Urgeschichten   Epistellesung
Klagelieder       Litanei

 

 

" Erbsünde "

An der Wende vom 4. zum 5. Jahrhundert lebte der große Kirchenlehrer Augustinus. Er stellte die These auf, dass jeder als sündiger Mensch zur Welt komme und daher auf Jesus Christus angewiesen sei, der ihn wieder mit Gott versöhne. Sünde bedeutet, sich von Gott entfernen. Verantwortlich für diese quasi angeborene Gottesferne sind Adam und Eva, weil sie gegen Gottes ausdrückliches Verbot vom Baum der Erkenntnis einen Apfel aßen.

Wir Menschen haben den sündigen Zustand also geerbt, lehrt Augustinus. Seine Lehre ist umstritten, wurde aber auch durchaus von den Reformatoren wie Luther oder Calvin für die evangelische Kirche übernommen. Dies ist der Name für diese Lehre von der angeborenen Gottesferne.

Jüngstes Gericht    Theodizeefrage
Verleumdung         Erbsünde

Der Kirchenvater Augustinus lebte von 354-430. Vertreter seiner Lehre von der Erbsünde, die von vielen Theologen aber abgelehnt wird, führen Psalm 51,7 und Römer 5 als biblische Belege an. Psalm 51,7: „Siehe, ich bin als Sünder geboren, und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen.“ Römer 5,12: „Wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben.“

 

 

Zum Seitenanfang

Werbung

 

 

Wissensquiz für Religionsunterricht und Gruppenarbeit in Schule und Gemeinde:

Lesen Sie nur die Erklärung. Der dazugehörige Begriff muss erraten werden.

Zum Raten á la "Wer wird Millionär" stehen dann noch vier Begriffe zur Auswahl.

 

 

Hand zeigt runter

lexikon-kirche.de
gibt es als dickes Buch
für 7,95 Euro

Buchcover: Ratelexikon Religion

Blick ins Buch

 

224 Seiten = 7,95 Euro:

Weltbild

buch.de

 

 

Wir sammelten über Jahre die vielen Fragen, die in unserer Pfarrgemeinde gestellt wurden - Fragen wie diese:

Ist der Garten Eden das Paradies?

Gehört der Begriff Edikt zum Allgemeinwissen und was bezeichnet er?

Wird der Ehebruch in der Bibel verurteilt?

Wo ist der Unterschied zwischen Einäscherung, Urnenbeisetzung und Feuerbestattung?

Ist der Eine-Welt-Laden dasselbe wie der Welt-Laden oder der Dritte-Welt-Laden?

Was sind Eiserne Hochzeit, das elfte Gebot, eine Enzyklika? 

Mit diesem Gemeindelexikon versuchten wir einfache Erklärungen auf diese Fragen zu geben.