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Lexikon V Valentinstag bis Vulgata

Die Auflösungen stehen zwischen den Anfürungszeichen!

 

 

" Valentinstag "

Will man es kritisch sehen, so kann man sagen, dieser Tag sei nur erfunden worden, um Geschäfte mit der Liebe zu machen. Doch man sollte auch wissen, dass in den ersten Jahrhunderten unserer Zeit jeder christliche Geistliche mit dem Tode bestraft wurde, der Liebenden den Segen Gottes zusprach. So erging es dem Bischof von Terni, einer Stadt in der Nähe Roms. Er wurde hingerichtet, weil er Liebespaare unterstützte, schütze und traute. Der Name dieses Märtyrers war Valentin.

Er starb am 14. Februar des Jahres 268. Daher wurde in der Neuzeit an seinem Todestag dieser Tag der Liebenden geschaffen.

Goldene Hochzeit           Valentinstag
Trauung                                Martinstag

Männer bringen ihrer Angebeteten an diesem Tag möglichst früh einen Blumenstrauß, weil behauptet wird, ein Mädchen werde den Jungen heiraten, den sie an diesem Tag als Ersten erblickt.

 

 

" Vaterunser "

Das Matthäusevangelium berichtet, dass Jesus gefragt wurde, wie man beten solle. Also formulierte er diese sieben Bitten. Dieses Gebet wurde schon in den ersten Jahrhunderten in die Liturgie unserer Gottesdienste aufgenommen. Heute ist es daraus nicht mehr wegzudenken

 Es wurde zum „Gebet der Christenheit“.

Glaubensbekenntnis            Rosenkranzgebet
Vaterunser                                Goldene Regel

Weil es direkt auf Jesus zurückgeht (vergleiche Matthäus 6,9-13), nennt man es auch „Gebet des Herrn“. / Siehe auch: Gebet des Herrn / Welche Bedeutung das Vaterunser im evangelischen Gottesdienst und in der katholischen Messe spielt steht ausführlich in unserem Portal zur Gottesdienstgestaltung.

 

 

" Vatikan "

Es ist der kleinste Staat der Erde. Er hat nur 932 Einwohner; und die Zahl bleibt ziemlich konstant, da hier fast ausschließlich Männer wohnen und Kinder so gut wie nicht geboren werden. Das Staatsgebiet umfasst die winzige Fläche von 0,44 Quadratkilometer. Weltbekannte Bauwerke gibt es hier wie den Petersdom mit Petersplatz und die Sixtinische Kapelle.

Doch vor allem ist dieser Staat mitten in Italien bekannt durch sein Regierungsoberhaupt; das ist der Papst. Dieser Staat ist der Sitz des Papstes und der Kurie, der obersten Behörde der katholischen Kirche.

Jerusalem              Malta
Vatikan                    Sakristei

Es ist der kleinste von der UNO anerkannte Staat. Er entstand erst im Jahr 1929 durch die Lateranverträge, Verträge zwischen der italienischen Regierung und der Kurie.

 

 

" Verbandsjugendarbeit "

Besonders bekannt ist bei uns die Offene Jugendarbeit, wie sie insbesondere in den Häusern der Offenen Tür angeboten wird. „Offen“ bedeutet, dass die Jugendlichen das Angebot nutzen können, ohne sich einer Gruppe oder einem Verband anschließen zu müssen. Andererseits gibt es Jugendarbeit, bei der sich die Teilnehmenden einer Satzung und einem gemeinsamen Ziel verpflichtet sehen.

Dies ist die Bezeichnung für solche Jugendarbeit, die durch Verbände wie CVJM (evangelisch) oder St. Georgs Pfadfinder (katholisch) gestaltet wird.

Verbandsjugendarbeit                 Deutsche Christen
Kindergottesdienst                         Konfirmandenarbeit

Siehe auch: CVJM / DPSG

 

 

" Verband Christlicher Pfadfinder "

Gemeinsam mit der katholischen Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) und dem interkonfessionellen Bund Deutscher Pfadfinder (BDP) bildet dieser evangelische Pfadfinderverband den Ring deutscher Pfadfinderverbände.

Rauhes Haus               Verein Christlicher Pfadfinder
Blaues Kreuz                  Christlicher Verein Junger Menschen

Abgekürzt wird dieser Verband mit den Buchstaben VCP. / Siehe auch: Pfadfinder / DPSG / Verbandsjugendarbeit.

 

 

" Vergebung (der Sünden) "

Das alte Wort Sünde kommt von sondern, im Sinne von absondern. Doch Gott gibt niemanden verloren, so sehr er sich auch abgesondert hat. Das Handeln Gottes den Sündern gegenüber wird z. B. in der biblischen Geschichte vom verlorenen Sohn deutlich: Gott breitet seine Arme aus und nimmt die Menschen auf, die sich ihm wieder zuwenden. Dann ist es, als wäre nichts geschehen.

Dies ist der Begriff für dieses liebevolle Handeln Gottes, das stets einen Neuanfang möglich macht, als wäre nichts vorgefallen.

Säkularisierung              Nächstenliebe
Vergebung                        Losung

Im Lukasevangelium 15, Verse 11ff. finden wir die Geschichte vom verlorenen Sohn. / Siehe auch: Gnadenzuspruch / Gnade / Absolution

In den christlichen Gottesdiensten hat das Schuldbekenntnis und die damit verbundene Vergebung / Gnadenzusage einen besonderen Platz. Daher haben wir in unserem Gottesdienstportal einige extra Seiten zum Sündenbekenntnis und Vergebung geschrieben.

 

 

" Verkündigung "

Speziell bezeichnet man so den Abschnitt in unseren Gottesdiensten, zu dem die Lesung der Bibelstellen und die Predigt gehören. Allgemein bezeichnet man so das ausdrückliche Weitersagen der Frohen Botschaft von Jesus Christus, also die mündliche Verbreitung des Evangeliums.

Dogma                    Verkündigung
Versöhnung            Katechese

 

 

" verleugnen "

Dieses Verb bedeutet das Verheimlichen oder falsch Darstellen von Sachverhalten, zu denen man sich nicht bekennen mag. Man möchte sie auf diese Weise verheimlichen. Dazu gehört auch, dass man aus Angst und Peinlichkeit fälschlich behauptet, jemanden nicht zu kennen. Jesus warnte eindringlich davor, so mit ihm umzugehen, doch gerade sein "Lieblingsjünger" Petrus versagte auf diese Weise.

In dem Wort stecken die beiden Worte verheimlichen und lügen gleichermaßen.

kondolieren           verleumden
verleugnen             konvertieren

Jesus antwortete ihm: „Ich sage dir: Noch heute Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen (Markus 14,30).“

 

 

" Verleumdung "

Es ist die Steigerung der üblen Nachrede. Das Gebot „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden“ macht deutlich, wie verwerflich dieses Verhalten ist. Im Alten Testament lesen wir, dass es schon damals verbreitet war und streng bestraft wurde. 

Es ist die absichtliche Behauptung falscher Tatsachen über einen Menschen, um damit sein Ansehen zu schädigen oder ihn gar vor Gericht zu bringen.

Aussatz                           Verleugnung
Verleumdung               Offenbarung

 

 

" Versöhnung "

Dies war das Hauptanliegen Jesu. Dafür ließ er sich töten. Es ist die Wiederherstellung der gestörten Beziehung zwischen den Menschen und Gott. So nennt man auch die Wiederherstellung eines zerbrochenen Verhältnisses zwischen Menschen.

Verkündigung               Vergebung
Visitati
on                        Versöhnung

 

 

" Versuchung "

In der Bibel wird dies als die Haupttätigkeit des Teufels beschrieben. Er führte auch Jesus in diese Situation, doch der widerstand dem Bösen.

Es ist die Gefahr, sich von Gott abzuwenden, hin zum Bösen. Im Vaterunser bitten wir, nicht in diese Situation geführt zu werden.

Abstinenz               Passion
Versuchung            Sexualität

Bei Lukas im 4. Kapitel finden wir die Versuchung Jesu durch den Teufel in der Wüste.

 

 

" Vesper "

Eigentlich ist dies ein altes, fast vergessenes Wort für Abendzeit. Wir kennen es vielleicht noch als Bezeichnung für Gottesdienste am frühen Abend wie am Heiligen Abend.

Vesper           Gloria
Santus            Agape

 

 

" vierzig "

Es gibt in der Bibel Zahlen, die besondere symbolische Bedeutung haben. Bezüglich der Dauer von Ereignissen wird sehr häufig diese Anzahl von Tagen oder Jahren genannt. Das liegt daran, dass sie damals ein Lebensalter ausmachte.

Die Zahl symbolisiert also: Diese Zeit ist Gottes Wille, und nach dieser Anzahl an Jahren, Tagen oder Stunden ist etwas abgerundet, also gut.

siebzig              vierzig
sieben                zwölf

Vierzig Jahre zogen die Israeliten durch die Wüste und ebenso lange regierten die Könige David und Salomo. Vierzig Tage dauerte die Sintflut, war Mose auf dem Berg Sinai, fastete Jesus in der Wüste. Es ist eine Zahl, die auch in anderen Kulturen und Religionen Bedeutung hat, so wirkte Buddha vierzig Jahre lang als wandernder Prediger.

 

 

" Vikar / Vikarin "

In der evangelischen Kirche sind dies junge Theologen und Theologinnen zwischen dem ersten und zweiten theologischen Examen. Sie befinden sich an der Seite erfahrener Geistlicher in einer zweijährigen praktischen Ausbildungszeit. Danach können sie das zweite Examen ablegen und ordiniert werden. 

In der römisch-katholischen Kirche ist dies eine Bezeichnung für den Stellvertreter eines Bischofs.

Hohepriester                 Diakon
Vikar / Vikarin               Psalmist

 

 

" violett "

Jedem Sonn- und Feiertag des Kirchenjahres ist eine bestimmte Farbe zugeordnet, die man insbesondere an den Altar- und Kanzeltüchern erkennt. Zu diesen liturgischen Farben gehört z. B. rot und weiß. Während rot feurige Begeisterung ausdrückt und weiß ungetrübte Freude, steht diese Farbe für Besinnung, Andacht und stille Vorbereitung. 

Daher ist es die liturgische Farbe der Adventszeit sowie der Passionszeit bzw. Fastenzeit.

rot                    weiß
violett               grün

 

 

" Vision "

Das ist die Vorstellung von der Zukunft, wie sie in hoffnungsvollen Träumen erscheinen kann. Ein solches geistiges Bild gibt Kraft, sich für das Gute einzusetzen, weil man darin sieht, wie die Welt sein könnte.

Die Propheten der Bibel hatten solche Erscheinungen.

Novize            Nothelfer
Litanei            Vision

 

 

" Visitation "

Kirchengemeinden erhalten in unregelmäßigen Abständen diese offizielle Besuche durch kirchliche Würdenträger. Sie kommen damit ihrer Aufsichtspflicht nach. Die Kirchenoberen, wie Bischöfe, Regionalbischöfe, Dekane oder Superintendenten, kommen nicht allein. Sie bringen ein Team von Fachleuten für die verschiedenen Bereiche kirchlicher Arbeit mit. Diese begutachten und beraten die Gemeinde. Sie decken Mängel und Stärken der Gemeindearbeit auf und halten ihre Beobachtungen in einem offiziellen Bericht fest.

In der kirchlichen Amtssprache ist dies der Begriff für solche Besuche. Übersetzt hieße er einfach Besuch.

Absolution           Visitation
Exegese                Pogrom

 

 

" vogelfrei "

Dieses Adjektiv galt im Mittelalter für Menschen, die von der Kirche mit dem großen Bann belegt wurden. Man nahm ihnen alle Rechte und jeden Schutz. Jeder durfte sich straflos an Leib und Leben einer solchen Person vergehen. Wer zu einer derart verfluchten Person erklärt war, wurde nicht einmal beerdigt.

evangelikal           vogelfrei
orthodox                abstinent

Der Körper einer solchen ausgestoßenen Person blieb auf dem Feld liegen, frei zur Verfügung der aasfressenden Raubvögel. Daher diese volkstümliche Bezeichnung. Im Mittelalter, bis zum Augsburger Religionsfrieden, zog der Kirchenbann die Reichsacht nach sich; d.h. auch der Staat ächtete die Betroffenen und erklärte sie für vogelfrei. / Siehe auch: Bann / Exkommunikation

 

 

" Vokation "

So nennt man allgemein die Berufung in ein Amt. Im kirchlichen Bereich ist es die offizielle Beauftragung zum Unterrichten und Verkündigen. Religionslehrern und Gemeindepädagogen sowie Predigern, die nicht ins Pfarramt ordiniert sind, wird sie nach einer entsprechenden Zurüstung durch die Kirche erteilt.

Weihe                 Ordination
Vokation            Absolution

Der Begriff kommt vom lateinischen Wort für rufen, vocare.

 

 

" Volkskirche "

Zu dieser Kategorie gehört eine Kirche, wenn ihr ein großer Teil der Bevölkerung angehört, sie also aufgrund der geschichtlichen Entwicklung in einem Land vorherrschend ist. Gibt es in einem Land eine solche Kirche, dann gehören ihr die Bürger nahezu selbstverständlich an. In Griechenland, Rumänien, Armenien ist dies die orthodoxe Kirche, in Spanien und Frankreich die römisch-katholische Kirche.

In Deutschland tragen die evangelische und die katholische Kirche diesen Titel. Die anderen Kirchen nennt man dagegen Minderheitskirchen.

Kerngemeinde            Volkskirche
Randgemeinde            Enzyklika

 

 

" Volkstrauertag "

Dies ist ein jährlicher Gedenktag, der erstmalig vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts eingeführt wurde. 1952 hat ihn der Deutsche Staat wiederbelebt. Es ist also eher ein staatlicher als ein kirchlicher Feiertag.

Der Termin ist jeweils der zweite Sonntag vor dem 1. Advent. Gedacht wird in besonderen Feierstunden und Gottesdiensten an die Verstorbenen der letzten beiden Weltkriege und an die Opfer des Nationalsozialismus.

Totensonntag              Epiphanias
Buß- und Bettag           Volkstrauertag

 

 

" von Bodelschwinghsche Anstalten "

Über 20.000 Plätze für kranke, behinderte oder sozial benachteiligte Menschen stellt diese diakonische Einrichtung in sechs Bundesländern zur Verfügung. Gegründet wurde sie als Haus für epilepsiekranke Menschen 1867. Seit 1872 baute sie der Pfarrer Friedrich von Bodelschwingh zum größten diakonischen Unternehmen Europas aus. Sie ist Teil des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche.

Hauptsitz der Einrichtung ist nach wie vor Bethel bei Bielefeld. Daher heißt sie im Volksmund einfach Bethel. Doch dies ist der offizielle Name.

Rauhes Haus               von Bodelschwinghsche Anstalten
Caritas                           Bekennende Kirche

Siehe auch: Bodelschwingh / Bethel

 

 

" Vorspiel "

Gottesdienste beginnen in der Regel, noch bevor jemand etwas sagt, mit einem musikalischen Stück. Es dient der Einstimmung, lädt zur Besinnung ein und ist oft auch die Hinführung zum ersten Gemeindelied.

Zumeist ist es ein Orgelstück, doch auch andere Instrumente sind nicht ausgeschlossen. Dies ist der übliche deutsche Name für dieses einleitende Musikstück; der Fachausdruck ist Präludium.

Sanctus              Kantate
Vorspiel               Liturgie

Siehe auch: Präludium / Hier finden Sie ausführliche Informationen zur Liturgiegeschichte, zur Auswahl und Gestaltung des musikalischen Vorspiels / Präludiums.

 

 

" Vorstellungsgottesdienst   "

Es hat Tradition, dass Konfirmandengruppen einige Wochen vor der Konfirmation einen besonderen Gottesdienst gestalten, mit dem sie sich der Gemeinde präsentieren. Dies ist die übliche Bezeichnung dafür.

Konfession                     Liatanei
Wortgottesdienst           Vorstellungsgottesdienst

 

 

" Vulgata "

Der Gelehrte Hieronymus übersetzte um das Jahr 400 die biblischen Urschriften ins Lateinische. Es war sein Lebenswerk; einige Jahrzehnte verbrachte er damit in einem Kloster in Bethlehem. Doch erst im späten Mittelalter wurde sein Werk zunehmend gewürdigt. Seine Übersetzung verbreitete sich und wurde für die katholische Kirche unverzichtbar. Sie erhielt diesen lateinischen Namen.

Darin erkennen wir das Adjektiv vulgär, was allgemein oder gewöhnlich bedeutet. Denn dies ist seit dem Mittelalter die gewöhnliche, allgemein verbreitete, maßgebliche lateinische Bibel der römisch-katholischen Kirche.

Vulgata            Neues Testament
Agnus               Apokalypse

 

 

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