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Buchstabe F Fabel bis Feministische Theologie

Die Auflösungen stehen zwischen den Anfürungszeichen!

 

 

" Fabel "

Darunter versteht man eine ausgedachte Geschichte, in der Pflanzen oder Tiere wie Menschen reden und handeln. Durch diese verfremdete Weise soll den Menschen ihr eigenes Handeln wie in einem Spiegel vorgehalten werden. In der Bibel kommen solche Erzählungen vor. Da bitten z. B. die Bäume den Dornbusch, ihr König zu sein (2 Könige 14,9).

Gleichnis    Fabel
Symbol      Pogrom

 

 

" Familiengottesdienst "

Diese Gottesdienstform weicht von der sonntäglich üblichen ab, indem sie Rücksicht auf Kinder nimmt. Es ist dennoch kein Kinder­gottesdienst. Die Kinder sollen hier nicht getrennt von den Erwachsenen, sondern in deren Mitte und insbesondere in der Gemeinschaft mit ihren Eltern den Gottesdienst erleben. 

Viele Gemeinden bieten diese Gottesdienste regelmäßig an. Sie werden zumeist von einem Vorbereitungskreis ausgearbeitet und mitgestaltet, wodurch sie ihre Vielfalt erhalten.

Krabbelgottesdienst    Hauptgottesdienst
Familiengottesdienst   Einführung

 

 

" Fanatismus "

Wenn man sich für etwas Übergeordnetes einsetzt, wie Gott oder das Vaterland, dann läuft man Gefahr, den einzelnen Menschen nicht mehr zu sehen, andere Meinungen nicht mehr zu akzeptieren und die eigne Sache als das absolut Höchste anzusehen. Menschen, die einem solchen Denken und Handeln verfallen sind, glauben zwar, sich für eine besondere Wahrheit einzusetzen; sie verachten aber die Menschlichkeit.

Dies ist der Begriff für ein liebloses, enges Denken und Handeln, gekennzeichnet von Intoleranz gegenüber anderen Meinungen und des Besessenseins von einer Idee oder einem Glauben.

Vulgata      Fanatismus
Kreuzweg   Okkultismus

Genau betrachtet sind Fanatiker sehr unsicher und finden nur in diesem begrenzten Weltbild Halt und Sicherheit. Das ist ganz und gar nicht christlich, denn das Höchste für uns Christen sind der Mensch und die Menschlichkeit. Für die Liebe zum Menschen ist Jesus gestorben, nicht für eine Ideologie.

 

 

" Farben "

Sie haben im gottesdienstlichen Leben eine besondere symbolische Bedeutung. Sie geben den Tüchern am Altar und an der Kanzel je nach Jahreszeit wie Advent, Weihnachten, Ostern ihren spezifischen Ausdruck. Wer in dieser Symbolik bewandert ist, erkennt allein an ihnen, ob gerade das Pfingstfest gefeiert wird oder Weihnachten bzw. Ostern oder ob wir uns in einer besinnlichen Zeit wie Advent oder Passion befinden.

Farben                Taufbecken
Barbarazweige    Devotionalien

Nur in der Adventszeit und der Passionszeit ist die liturgische Farbe violett; an den Christusfesten Weihnachten und Ostern ist sie weiß und zu Pfingsten rot.

 

 

" Fasten "

Aus dem Alten Testament kennen wir diese Leistung als Sühne für eigene oder fremde Sünden. Zur Zeit Jesu herrschte bei besonders frommen Menschen die Sitte, an zwei Tagen in der Woche auf Speisen zu verzichten.

Der Mittwoch und besonders der Freitag galten bei uns Christen lange Zeit als Tage, an denen man diese Praxis pflegte, um so die eigenen Gebete und die Besinnung zu unterstützen. Es wird heutzutage zumeist aus gesundheitlichen Gründen praktiziert und ist der teilweise oder völlige Verzicht auf Essen und Trinken für eine gewisse Zeit.

Fasten      Zölibat
Messe      Sündenfall

Fasten wird in vielen Religionen als besondere Übung gepflegt. Die ersten Christen übernahmen den Brauch des Fastens aus dem Judentum. Jesus fastete vierzig Tage und Nächte in der Wüste (Matthäus 4,2); ein Pharisäer lobte sich selbst für zweimaliges Fasten in der Woche (Lukas 18,12).

Früher war in der Adventszeit und Passionszeit das Fasten kirchlich vorgeschrieben. In der katholischen Kirche ist nach einem Erlass des Papstes von 1966 das Fasten nur noch am Aschermittwoch und Karfreitag Pflicht. In der evangelischen Kirche kennt man eine solche Verpflichtung nicht.

 

 

" Fastentuch "

Sie waren bis ins späte Mittelalter in unseren Kirchen üblich. Bilder biblischer Geschichten waren auf ihnen aneinandergereiht. Während der Passionszeit, also der vorösterlichen Fastenzeit, wurde ein solches Tuch so aufgehängt, dass es den gesamten Altarraum verdeckte. Die Gläubigen konnten also den Altar nicht sehen und nicht zum Abendmahl gehen.

Diese Tücher waren in Vergessenheit geraten. Seit einiger Zeit gibt es sie in ähnlicher Weise wieder. Sie hängen nun zwar nicht vor dem Altar, sondern an der Wand und regen hier während der Passionszeit zur Besinnung an. Sie sind von Künstlern in Entwicklungsländern gestaltet, um mit ihrem Verkauf Hilfsprojekte in den ärmsten Ländern der Welt zu unterstützen. Ein anderer Name ist Hungertuch.

Altartuch      Fastentuch
Feigenblatt   Kirchenschiff

Am Abend vor Gründonnerstag wurde früher das Tuch herabgelassen. Die Trennung der Menschen vom Altar und der Verzicht auf die Eucharistie sollte eine Art Fasten sein – ein seelisches Fasten. Es verdeutlichte den Menschen, dass sie sich von Gott entfernt hatten und erst der Opfertod Jesu am Kreuz sie wieder mit Gott versöhnte.

 

 

" Fastenzeit "

Im vierten Jahrhundert wurde von der Kirche festgelegt, dass diese Zeit der Besinnung 40 Tage dauern soll. Da die Sonntage nicht mitzählen, sind es sieben Wochen Es ist die Vorbereitungszeit auf Ostern und beginnt am Aschermittwoch. Während dieser Wochen steht in unseren Gottesdiensten das Leiden Jesu im Mittelpunkt. Ein anderes Wort dafür ist Passionszeit, zu deutsch Leidenszeit. Und dies ist die vorwiegend in der katholischen Kirche gängige Bezeichnung. 

Adventszeit      Magnifikat
Apokalypse      Fastenzeit

In der katholischen Kirche ist nach einem Erlass von Papst Paul VI. von 1966 das Fasten während der Passionszeit nur noch am Aschermittwoch und Karfreitag  Pflicht. In der evangelischen Kirche beteiligen sich viele Christen an der jährlichen Fastenaktion „Sieben Wochen ohne“.

"Sieben Wochen ohne" beschränkt sich nicht auf das klassische Fasten, also den Verzicht bzw. die Einschränkung von Essen und Trinken. Die Teilnehmenden entscheiden selbst, welche Annehmlichkeit des täglichen Lebens sie einschränken werden. Fernsehen, Süßigkeiten, Rauchen, Autofahren sind dabei, wie auch Essen und das Trinken von Alkohohl.

 

 

" Fastnacht "

Es sind insbesondere die sechs Tage vom Donnerstag vor der Fastenzeit bis zum Dienstag vor Aschermittwoch. Doch auch die gesamte Karnevalszeit wird darunter verstanden. Es sind die Tage der Ausgelassenheit und des karnevalistischen Feierns vor der Fastenzeit. Ursprünglich war dies nur der Abend vor Aschermittwoch, also die Nacht zur Fastenzeit, das beinhaltet noch dieser Name.

Heilige Nacht   Monstranz
Fastnacht        Leidenszeit

Für Fastnacht sagt in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands auch Karneval oder Fasching.

 

 

" Fatima "

Diesen Namen kennt man auch im Islam. Eine Tochter des Propheten Mohammed hieß so. Bei uns Christen hat er eine andere Bedeutung: Jeweils am 13. der Monate Mai bis Oktober 1917 erschien Maria, die Mutter Jesu, drei Hirtenkindern. Sie waren zwischen sieben und zehn Jahren alt. Das geschah an diesem Ort in Portugal. Er wurde durch diese wundersamen Erscheinungen weltberühmt und ist seither einer der bekanntesten Wallfahrtsorte der katholischen Christen.

Emmaus   Kapernaum
Mekka      Fatima

Siehe auch: Wallfahrt / Wallfahrtsort

 

 

" Fegefeuer "

Im Mittelalter und bis in die Neuzeit hinein fürchtete man sich vor diesem Ort der Qualen. Man glaubte, hier müssten Menschen nach ihrem Tod eine gewisse Zeit verbringen, je nach ihren Sünden.

Die Kirche betonte zwar, dass es sich nicht um einen Ort, sondern um einen Zustand handle, in den sündige Menschen nach ihrem Leben zunächst gelangen würden, bevor sie vor Gott treten könnten. Doch die Kirche schürte auch so die Ängste.

Ängstliche Menschen schienen gute Christen zu sein, untertänig und spendebereit. Heute kennt man dieses Wort kaum noch. Es ähnelt inhaltlich den Begriffen Hölle bzw. Unterwelt und suggeriert, dass man hier schmoren müsse.

Friedwald    Golgatha
Fegefeuer   Großes Meer

Die Existenz des Fegefeuers wurde im 13. Jahrhundert auf einem Konzil von Lyon verbindlich festgelegt. Eine biblische Belegstelle wurde in der Geschichte von Lazarus und dem reichen Mann gesehen, in der der reiche Mann qualvolle Scherzen in der Unterwelt erleidet, während Lazarus in den Armen von Abraham getröstet wird (Lukas 16, 19 bis 31). Martin Luther behauptete dagegen, die Existenz eines Fegefeuers ließe sich nicht aus der Bibel ableiten. Diese Stellungnahme war ein Grund für den Bann, den die Kirche über ihn legte.

Siehe auch: Hölle

 

 

" Feiertage "

An solchen Tagen findet üblicherweise keine Schule statt, die Arbeit ruht und die Geschäfte bleiben geschlossen. Sie sind also staatlich geschützt. Zumeist haben sie religiöse Gründe, denn an Stationen im Leben Jesu wird gedacht oder an Ereignisse aus dem Leben der Gemeinden und der Christen. 

Finden sie jedes Jahr stets am selben Kalenderdatum statt, so nennt man sie unbeweglich (Weihnachten gehört dazu); wechseln sie jährlich ihr Datum, wie Ostern, so tragen sie das Adjektiv beweglich.

Prozessionen     Feiertage
Sabbat               Hochzeit

Siehe auch: bewegliche Feiertage / unbewegliche Feiertage

 

 

" Feigenblatt "

Es ist ein bildlicher Ausdruck für Menschen, Gegenstände oder Verhaltensweisen, die dazu dienen, etwas Peinliches zu verhüllen und zu verbergen.

Diese Bedeutung hat es daher, dass sich Adam und Eva daraus einen Lendenschurz flochten, als sie merkten, dass sie nackt waren. So steht es im Buch Genesis (1 Mose 3,7). In der Malerei und Bildhauerei wird es gern benutzt, den menschlichen Schambereich zu verhüllen.

Hungertuch      Rosette
Palmenzweig   Feigenblatt

 

 

" Felsendom "

Im Jahre 692 wurde diese Gedenkstätte errichtet. Es ist ein heiliger Ort für Juden, Christen und Muslime gleichermaßen. An dieser Stelle war Abraham bereit, seinen Sohn zu opfern. Mohammed ist hier ins Paradies aufgestiegen.

Auf dem Tempelberg in Ostjerusalem steht dieses geschichtsträchtige und beeindruckende Bauwerk, dessen goldene Kuppel sich über Jerusalem erhebt, ein Wahrzeichen Jerusalems. Da dieses islamische Heiligtum unter israelischer Herrschaft steht, ist es natürlich ein ständiges Streitobjekt zwischen Israelis und Palästinensern.

Harem         Dominikaner
Felsendom   Kolumbarium

Die Silbe „dom“ in der deutschen Bezeichnung ist irreführend; sie bedeutet nicht Kirche, sondern Kuppel.

 

 

" Feministische Theologie "

Die Anhängerinnen dieser theologischen Richtung fordern, dass die besondere Rolle, die Frauen in der Bibel spielen, deutlicher hervorgehoben wird.

Man gibt sich nicht damit zufrieden, dass in erster Linie Männer die Glaubensvorstellungen geprägt haben und noch prägen. Frauen sollen eine angemessene, nicht nur dienende und untergeordnete Rolle im Glauben und in der Kirche spielen, das ist Anliegen dieser theologischen Richtung.

Feministische Theologie    Blasphemie
Religionsfreiheit                Atheismus

 

 

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Zum Raten eines Begriffes liest man den zu erratenden Artikel vor, ohne den Begriff vorher zu nennen.

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Hier unter dem Buchstaben F erfahren Sie alles über Begriffe von Fabel bis Feministische Theologie wie z.B.:

Was ist eine Fabel und gibt es Fabeln in der Bibel?

Welche Farben spielen in der Symbolsprache der Kirche eine Rolle und an welchen Tagen gelten welche liturgischen Farben?

Gibt es das Fasten auch in der evangelischen Kirche, und gibt es eine Fastenpflicht?

Was hat es mit dem mittelalterlichen Brauch des Fastentuchs auf sich?

Wer ist Fatima?

Wie ist die evangelische bzw. katholische Auffassung vom Fegefeuer und was steht dazu in der Bibel?